Alles eine Frage des Blickwinkels… 😉

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Warum ein 8-jähriger Junge zu spät  zur Schule kam

Elke 17.01.2021

Es ist Winter und ein ganz gewöhnlicher Schultag. Zugegeben, so ganz gewöhnlich kann man/frau das zu diesen Zeiten vielleicht ja nicht gerade wirklich nennen. Doch dieser Junge ist einer derjenigen, die derzeit am Unterricht teilnehmen können.  Beide Elternteile arbeiten in – wie es heutzutage so schön heißt – „systemrelevanten“ Berufen.

Der Junge ist mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder auf dem Weg in die Schule. Wie gewöhnlich setzte die Mutter ihre beiden Kinder kurz vor der Schule ab, um im Anschluss ihren eigenen Weg zur Arbeit mit dem Auto fortzusetzen.

Unweit des Schulgeländes befindet sich eine kleine Parkanlage, die die Kinder täglich auf dem Weg zur Schule durchqueren. Im Park befinden sich an den Wegen auch einige Bänke. Die Jungs, beide sehr unternehmungslustig, machten sich unterwegs daran, den gerade auf den Bänken liegenden Schnee mit ihren kleinen Händen, die wohl eingepackt in Handschuhe verstaut sind, hinunter zu wischen.

Dem Jüngeren von den beiden wurde dieser morgendliche und recht sportliche „Zwischenstopp“ im  Park mittlerweile dann doch zu langweilig und er setzte seinen Weg – ohne seinen Bruder – allein in die Schule fort. So erreichte er wie immer pünktlich die Schule und seinen Unterricht.

Der ältere Junge hingegen setzte seine so wichtige, morgendliche Arbeit unterdessen fort. Mittlerweile verging die Zeit und er hatte nun seinen kindlichen „Frühdienst“ auch geschafft. Mit Sicherheit war er sehr stolz auf seine vollbrachte Leistung.

Doch ohje, leider hatte der kleine Kerl vor lauter Tatendrang die mittlerweile wohl ertönte Schulglocke zu spät oder gar nicht wahrgenommen und kam das erste Mal in seiner Schulzeit nun zu spät zum Unterricht.

Es ist ein recht kleiner Ort, an dem beide Kinder in die Schule gehen. Jeder kennt sozusagen jeden.  Der Direktor der Schule –  ein etwas „strenger“, doch sehr gerechter und liebenswerter Mensch – sah den Knaben bereits von seinem Fenster aus, dass dieser – noch vor der Schule – im Park offensichtlich eine sehr wichtige Arbeit zu verrichten hatte. Die Lehrerin wurde von ihm entsprechend informiert, so dass diese auch darüber Bescheid wusste. Der jüngere Bruder ist bereits anwesend und auch der ältere Junge sei mittlerweile auf dem Weg zum Unterricht. Beide – Direktor und Lehrerin – dürften sich wohl ihr Teil dazu gedacht haben! 😉

Sich für sein Zuspätkommen allerdings öffentlich entschuldigen zu müssen, das war dem Knaben verständlicher Weise sehr unangenehm, zumal er doch eine so wertvolle Arbeit erledigt hatte.

Seine Erklärung war so einfach und völlig logisch. Seine einzige Absicht bestand einfach darin, falls sich dort im Park Menschen auf eine der Bänke setzen wollten, sollte diese einfach zuvor sauber sein!

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Wenn das kein kluger und sehr liebenswerter Gedanke ist, dann weiß ich auch nicht. DANKE, kleiner Mann (und auch dem Bruder-Herz) für diesen wertvollen Herzens-Dienst für uns alle! 🙏

Wie er allerdings das nächste Mal in solch einer Situation verfahren wird, das wird der kleine Kerl dann mit Sicherheit zum genau passenden ZeitPunkt wissen!  🥰

Ob mit oder ohne Schnee, ich wünsche euch allen einen reich gesegneten Tag…

In LIEBE und VERBUNDENHEIT

Elke 💜

Bildquellen: pixabay Bild 1, Bild 2

6 Kommentare zu „Alles eine Frage des Blickwinkels… 😉

  1. Das war sicher ein peinlicher Moment für den Jungen – außer seine Kameraden fanden seine Aktion auch so gut wie er selbst 😉 Du kannst ihm gerne erzählen, was mir mal unglaublich peinlich war. Ich kam morgens meist nicht gern und gut aus dem Bett und an diesem Tag war ich wohl wirklich noch im Halbschlaf. Unsere Mutter stand um diese Zeit noch nicht auf, außerdem konnte ich das ja schon alles selbst, ich ging bereits in die 4. Klasse. Jedenfalls bemerkte ich erst in der Schule, dass ich das Oberteil meines Schlafanzugs immer noch an hatte! Meine Kameradinnen sprachen mich kichernd darauf an und ich konnte es selbst nicht glauben. Ach Gott, war das peinlich….am liebsten wäre ich sofort wieder nach Hause gefahren, statt dessen rief ich in der nächsten Pause meine Mutter an, dass sie mir einen Pulli in der nächsten Pause vorbeibringen sollte. Was sie netterweise dann auch tat. Aber bis dahin musste ich sehr widerwillig mit diesem Schlafanzug-Oberteil im Unterricht bleiben.

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    1. DANKE 🙏 und hui, liebe Vicky…

      stimmt, wenn ich mich JETZT gerade mal kurz in deine Erfahrung, in deine Geschichte hineinversetze… dann fühle ich MIT dir und genau diese Art der „Peinlichkeit“ … die wohl jeder auf seine Art und Weise sicherlich und nicht nur einmal bereits erlebte… 🤗

      Wobei man/frau heutzutage schon vielfach die Oberteile der Schlafanzüge kaum noch von den T-Shirts unterscheiden kann… 😉

      Liebste Grüße
      Elke

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  2. Heute können wir darüber lachen, aber als Kind fühlt sich das echt schlimm an. Also ich weiß nicht mehr was das für ein Oberteil war, jedenfalls vor über 30 Jahren…rosa mit Blümchen oder so 😉 Was man halt so geschenkt bekam, und meine Mutter hatte bei mir 100% immer den falschen Geschmack. Aber ihr gefiel’s, das war eben so. Hat auch Vorteile erwachsen zu sein! 💞💞 Liebe Grüße in Deinen Abend

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    1. Ich glaube darum geht es auch… dass wir im NACHHINEIN (!!!) gesehen – und mit etwas Abstand vom jeweiligen Geschehen – einander immer besser verstehen und auch darüber lachen können….

      Wir SELBST haben bereits so vieles – wenn vielleicht auch in anderer Form – ERFAHREN und ERLEBT. Gerade deshalb können wir ja uns um so besser auch in andere geliebte Seele hineinversetzten… jedenfalls geht es mir so… 😊

      Ohje… und wie oft war mir schon etwas pein-lich(t)… 🙈 und ich wäre am liebsten in Grund und Boden versunken… Grins und ich bin noch immer da!

      Gerade heute erst wieder hörte ich laut und deutlich am Telefon ein HÄHH?

      Sind wir also voller Mitgefühl und Verständnis sowohl für und mit UNS SELBST als auch mit all denen, den gerade vielleicht JETZT etwas so was von pein-lich(t) und/oder auch völlig unverständlich(t) ist…

      Auch das geht vorüber… 🥰

      Segensreiche und ganz liebe Abend-Grüße

      Elke

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